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So gestalten Sie Preheader
Gefühlte 95 Prozent der deutschsprachigen Newsletter nutzen ihren Preheader ausschließlich dafür, mit einem Satz auf die Online-Version hinzuweisen. Haben Sie einmal gemessen, wie viele Personen beziehungsweise wie viel Prozent auf diesen Link klicken? Wenn die Klickrate dafür weit unter einem Prozent liegt, spricht viel dafür, Preheader anderweitig zu nutzen, beispielsweise einmal mit Handlungsaufforderung (“Call to action”) zu testen.
Möglichkeiten zur Preheader-Nutzung
- Link zur Online-Ansicht
- Persönliches White-Listing vorschlagen

- Newsletterverwaltung: empfehlen, abmelden

- Sonderangebot

- Highlight(s) des Newsletters

- Link zu einer Mobile-Version
- Erinnerung, warum und mit welcher Adresse abonniert (Permission-Reminder)
Jenseits der allbekannten funktionalen Preheader gibt es also eine ganze Reihe an weiteren Möglichkeiten, den Platz oberhalb der eigentlichen Mail sinnvoll zu nutzen. So gering der Raum dort ist, so groß sind dennoch die Gestaltungsoptionen.
Generelle Empfehlungen
Verhältnis Preheader und Betreffzeile
Der Preheader sollte die Betreffzeile unterstützen, sie aber nie ersetzen. Preheader und Betreffzeile sollten vielmehr aufeinander Bezug nehmen. Dieses ist allein schon deswegen wichtig, weil verschiedene E-Mailclients in der Übersicht eine Mischung aus Betreffzeile und Preheader ausgeben. So zeigt Gmail 100 Zeichen sowohl für den Preheader als auch die Betreffzeile. Wenn Sie also eine lange Betreffzeile einsetzen, dann werden beim Gmail-Nutzer die Preheadertexte entsprechend verkürzt.
Ausrichtung des Preheader
Hat der Preheader Marketing-Funktion, sollte dieser oben auf der linken Seite beginnen. Zwei Gründe gibt es für diese Gestaltung: Wo die Leserichtung von links nach rechts geht, sollte auch das Wichtigste eben dort beginnen. Zum anderen bietet die linksbündige Ausrichtung den Vorteil, dass bei einem vertikalen Vorschaufenster mehr Preheader-Text lesbar ist als in der (traditionellen) Zentrierung des Textes. Zudem ist der Text eines linksbündigen Preheader für Leser an Mobilgeräten besser lesbar.
Grafische Gestaltung eines Preheader
Ein Preheader hat in der Regel eine kleinere Schriftgröße als der Haupttext. Eine 8-Punkt-Schrift ist allerdings das Mindestmaß, um eine Lesbarkeit zu gewährleisten.
Preheader-Links sollten (klassisch) unterstrichen sein, um die Anklickbarkeit zu unterstreichen
Ein Preheader kann dynamische Inhalte enthalten
Der Hinweis, warum Sie einen Newsletter bekommen oder dass eine Webversion erhältlich ist, ist nach spätestens einer Handvoll Newsletter eines Absenders gelernt. Und eigentlich könnte man dann den Platz für sinnvollere Dinge nutzen, argumentiert Mark Brownlow. Das heißt: Neu-Abonnenten könnten eine andere Botschaft als Alt-Abonnenten bekommen. Das kann sogar so weit gehen, dass einzelne Funktionen, wie zum Beispiel das persönliche White Listing, dynamisch ausgerichtet werden könnten. Wer eine Yahoo-Adresse hat bekommt dann eine andere Beschreibung für das Whitelisting als ein Web.de oder Gmail-Besitzer. Das jedenfalls ist der Vorschlag eines Marketers, den der “Email Yogi” zitiert.
Fazit
Selbst in wenigen Zeilen kann viel “Kleinkunst” stecken. Preheader lassen sich vielfältiger einsetzen als es zurzeit mit der rein funktionalen Nutzung für die Online-Version geschieht.
Infos zum Autor
Karsten Büttner betreibt seit 2001 E-Mailmarketing. Seit 2006 legte er mit der-newsletter-experte.de seinen Schwerpunkt auf hersteller-unabhängige Beratung, den Vertrieb von Versandlösungen sowie Dienstleistungen wie Redaktion, Newsletteroptimierung oder Inhouse-Seminaren. Seitdem erschienen Fachbeiträge u.a. in Torsten Schwarz’ Leitfaden Online-Marketing, Webselling (Data Becker-Verlag), sowie in diversen Newslettern. Ein eigenes Fachbuch “E-Mail- und Newslettermarketing” erschien 2007 (vergriffen).
Karsten Büttner betreibt seit 2001 E-Mailmarketing. Seit 2006 legte er mit der-newsletter-experte.de seinen Schwerpunkt auf hersteller-unabhängige Beratung, den Vertrieb von Versandlösungen sowie Dienstleistungen wie Redaktion, Newsletteroptimierung oder Inhouse-Seminaren. Seitdem erschienen Fachbeiträge u.a. in Torsten Schwarz’ Leitfaden Online-Marketing, Webselling (Data Becker-Verlag), sowie in diversen Newslettern. Ein eigenes Fachbuch “E-Mail- und Newslettermarketing” erschien 2007 (vergriffen).