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So erhöhen Sie die Lesbarkeit langer Newslettertexte

testbild1Für gewöhnlich gilt für Newsletter: die Texte sind kurz und reißen ein Thema in drei bis vier Sätzen nur an. Doch insbesondere im Beratungs- und Coachingbereich sehen wir häufiger Mailings, die die vollständigen Informationen oder zumindest sehr ausführliche Texte enthalten. Wie lassen sich diese Texte lesefreundlicher gestalten?

Ob Verkaufsbrief, Berater-Tipp oder Coaching-Mail – alle Mailings mit einem langen Text stehen in Konkurrenz zu anderen Mails im Postfach. Daher ist es wichtig, dass Preheader und Betreff neugierig machen als auch die Informationen in der Mail-Vorschau zum Lesen animiert. An anderer Stelle haben wir zum Thema Vorschaufenster als auch Preheader einige Tipps gegeben. Wenn Sie diese ersten Hürden überwunden haben, kommt die nächste Herausforderung: Empfänger zu Lesern zu machen.

Vorbemerkung

Obwohl Lesbarkeit ein nicht zu unterschätzendes Kriterium bei der Wirkung jedweder Texte ist, gibt es dazu bislang keine ausgedehnte Forschung. Einige Ergebnisse entstammen neueren Lesetests (Readerscan-Verfahren), andere sind eher Vermutungen aus der typografischen Analyse. Dennoch haben sich etliche Handreichungen als wirksam erwiesen.

Kurze Textabsätze

Im Gegensatz zum gedruckten Text ist der Leser im Online-Bereich weniger stark auf eine Mail konzentriert. Daher gilt es zu verhindern, dass Leser abspringen. Sie halten Ihre Leser am besten bei der Stange, wenn die Abschnitte kurz sind und – je nach Zeilenlänge – nicht länger als 4 – 7 Zeilen sind. Die Lesbarkeit wird erhöht, wenn sich zwischen den Absätzen ein Weißraum befindet.

Kurze Zeilen

Verschiedene Studien haben herausgefunden, dass Zeilenlängen zwischen 45 – 72 Zeichen am leichtesten zu lesen sind. Natürlich spielen hier noch weitere Faktoren wie Bildschirmgröße und -aufteilung im E-Mailclient eine Rolle.

Buchstaben- und Wortzwischenräume oder Worttrennungen

Laufweiten von Schriften – also, wie nah Buchstaben aneinander stehen – beeinflußt die Lesbarkeit von Texten erheblich. Für gewöhnlich wird im Online-Bereich mit Standardschriften und -laufweiten gearbeitet. Hier könnten Tests durchaus sinnvoll sein, um eventuelle Verbesserungen vornehmen zu können.

Kurze Worte

Wortungetüme wie “Absprungwahrscheinlichkeit” oder “Abmahngefährdungspotenzial” sind Killer. Vermeiden Sie, wo es geht, Begriffe, die mehr als drei Silben haben. Auch das Aneinanderreihen von Begriffen erschwert es dem Leser, Ihren Text schnell zu erfassen. Und jede Hürde ist ein möglicher Punkt Ihren Text zu verlassen.

Überschriften

Nutzen Sie Überschriften oder Zwischen-Überschriften, um den Inhalt des folgenden Absatzes zusammenzufassen oder auf diesen Abschnitt neugierig zu machen. Stellen Sie eine Frage, die Sie in drei bis vier Sätzen beantworten.

Aufzählungszeichen

Gliedern Sie Informationen so, dass sie gerade auch beim schnellen Lesen leicht erfassbar sind. Aufzählungszeichen helfen dabei einerseits bei der optischen Anordnung, andererseits können sie durch eine gleiche Satzstellung den Text leicht erfassbar machen.

Hervorhebungen: Einrückungen, Zitate, Kästen, Farbe, Fettdruck, Versalien, Großbuchstaben

Wenn es darum geht, wichtige Informationen hervorzuheben, bieten sich an: Texteinrückungen, Infokästen, farbliche Hervorhebungen einzelner Textpassagen. Auch wörtliche Zitate sind Möglichkeiten, sowohl inhaltlich als auch grafisch Text zu gliedern.

Durch Fettdruck lassen sich wichtige Begriffe im Gesamttext hervorheben, so dass sich der zentrale Sinn allein beim Scannen des Textes durch Stichworte (Fettdruck) und Überschriften ergibt. Kursive Schriften haben sich im Online-Bereich als weniger gut lesbar herausgestellt. Auch Unterstreichungen sollten Sie vermeiden, da diese im Online-Bereich für Links verwendet wird.

Versalien und Großbuchstaben sind bereits in einer kurzen Zeile vergleichsweise schlechter lesbar. Dieses Mittel der Hervorhebung sollten Sie daher nur sehr sparsam verwenden.

Schriftgröße, -art, Farbkontraste und Satz

Schriftart und Schriftgröße sind die zentralen Faktoren, die die Lesegeschwindigkeit und Lesbarkeit beeinflussen.

Theoretisch stehen sechs verschiedene Schriftarten zur Verfügung: Serifenschriften (“mit Füßchen”), die serifenlosen Schriften, Schreibschriften, Zierschriften, Symbolschriften und Frakturschriften. Schreib-, Zier- und Frakturschriften sind als vorherrschende Schrift ungeeignet, wenngleich sie für Hervorhebungen oder Zitate durchaus nutzbar sind.

Als günstigste Schriftgrößen gelten 8 – 12pt. Allerdings wird die Lesbarkeit bei gleicher Größe auch von der Schriftart beeinflußt. Generell erhöht es die Lesbarkeit, wenn Schriftfarbe und Hintergrund einen großen Kontrast (schwarz-weiß) bilden.

Flattersatz – das ist die unregelmäßige Zeile – hat sich im Vergleich zum Blocksatz als leichter lesbar herausgestellt.

Bilder

Bilder sind starke Anziehungspunkte in einem Text. Daher lassen sich diese Elemente nicht nur illustrativ, sondern strategisch nutzen. Generell ist es sinnvoll bei der Bildanordnung in der Gesamtheit sich an einem Z zu orientieren. In der Einzelanordnung ist es hilfreich, Bilder über den Rand des jeweils sichtbaren Bildschirmausschnitts zu setzen, so dass ein Leser scrollen muss, um den Rest sehen zu können. Dieses kann helfen, den Leser zum Weiterlesen zu animieren.

Infos zum Autor

Autor: Karsten BüttnerKarsten Büttner betreibt seit 2001 E-Mailmarketing. Seit 2006 legte er mit der-newsletter-experte.de seinen Schwerpunkt auf hersteller-unabhängige Beratung, den Vertrieb von Versandlösungen sowie Dienstleistungen wie Redaktion, Newsletteroptimierung oder Inhouse-Seminaren. Seitdem erschienen Fachbeiträge u.a. in Torsten Schwarz’ Leitfaden Online-Marketing, Webselling (Data Becker-Verlag), sowie in diversen Newslettern. Ein eigenes Fachbuch “E-Mail- und Newslettermarketing” erschien 2007 (vergriffen).