7 Schritte, wie Sie Ihr E-Mailmarketing optimieren
Von Karsten Büttner
Es
ist kein Geheimnis, dass E-Mailmarketing sich nur durch systematische
Tests verbessern lässt. Doch wie kann so ein Testaufbau aussehen,
welches sind die richtigen Fragen, was muss getan werden?
1. Formulieren Sie den Engpass beziehungsweise das Problem
Die Formulierung "Ich glaube, dass nicht alle E-Mails beim Empfänger
ankommen?" ist keine Beschreibung, sondern enthält bereits eine
Vermutung. Würde diese Formulierung als Problembeschreibung durchgehen,
könnte es sein, dass Sie und Ihre Kollegen viel Zeit für die Lösung
an der falschen Stelle verschwenden.
"Wir haben 20.000 Abonnenten, aber mit drei Bestellungen zu wenig
Konversion." Die Konversionsrate an sich kann nicht der Gradmesser
für einen Erfolg sein. Sind Sie Immobilienhändler und haben aufgrund
Ihres Newsletter drei Häuser verkauft, dürfte Ihr E-Mailmarketing
als Erfolg gelten. Für eine Buchhandlung dagegen wäre nicht einmal
eine Kostendeckung in Sicht.
"Unsere Bestellrate deckt nicht einmal die Versandkosten." Oder:
"Jeder Newsletterversand produziert unter dem Strich X Euro Verlust."
2. Formulieren Sie Thesen
In Thesen formulieren Sie nun, warum Ihr Newsletter nur drei Bestellungen
erwirtschaftet. Hier kann jetzt die These stehen, dass der Newsletter
möglicherweise nicht alle Empfänger erreicht.
Vielleicht wird dem Newsletter insgesamt schon zu wenig Aufmerksamkeit
gewidmet, weil die Betreffzeile langweilt, der Text im Vorschaufenster
nicht zum Weiterlesen animiert.
Eine weitere These könnte lauten, dass die Handlungsaufforderung
auf der Landeseite zu schwach ist.
Sorgen Sie dafür, dass, wenn Sie Mitarbeiter beteiligen, es nicht
um Schuldzuschreibungen, sondern lösbare Probleme geht. Schaffen
Sie eine Atmosphäre, in der auch das nicht sofort Offensichtliche
als Problem benannt werden kann.
3. Formulieren Sie ein eindeutiges, nachprüfbares Ziel
"Wir möchten, dass der Newsletter durchschnittlich Y Euro Gewinn
vor Steuer erwirtschaftet." Diese Formulierung ermöglicht es, für
alle Beteiligten ein nachvollziehbares Ziel zu erkennen.
Ist der Newsletter eher im PR-Bereich angesiedelt, können Klickrate
oder direkter Response auf den Newsletter als messbare, harte Fakten
angeführt werden.
"Um die Umsätze zu erhöhen, müssen mehr Empfänger den Newsletter
nachweislich erhalten."
4. Definieren Sie die Testfaktoren
Achten Sie darauf, dass Sie pro Test immer nur einen Faktoren testen.
Denn noch gibt es keine Multivarianten-Tests im E-Mailmarketing.
Das heißt zum Beispiel, dass Sie nur die Öffnungsrate testen.
Um die Öffnungsrate zu testen, können Sie folgende Parameter untersuchen
- Absendername (Firma vs. Newslettername) - Versandtag - Versandzeit
- Betreffzeile (Ansprache, Stil) - Text im Vorschaufenster (Angebot,
Stil)
5. Segmentieren Sie Ihre Liste
Welche Art der Segmentierung sinnvoll ist, hängt natürlich von der
Fragestellung ab. Die meisten Versandsysteme ermöglichen einen Split
nach Zufallsprinzipien. Sie können den Verteiler aber auch getrennt
ansprechen nach
- Geschlecht der Adressaten - E-Mail-Provider - Alter der Adresse
Ein entscheidendes Kriterium, was für Tests Sie überhaupt vornehmen
können, ist die Größe Ihres Verteilers. Reicht die Anzahl der Abonnenten
für eine Kontrollgruppe und zwei, drei oder vier Testgruppen oder
können Sie nur einen einfachen A/B-Split-Test unternehmen? Wie viele
Antworten Sie benötigen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten,
erfahren
Sie hier.
6. Messen, analysieren und dokumentieren Sie Ihre Ergebnisse
Dokumentieren Sie Ihre Testergebnisse und wiederholen Sie Ihre Tests,
damit Sie ausschließen können, dass das erzielte Ergebnis kein Zufall
war. Schauen Sie auf das gesamte Bild: Hat sich beispielsweise die
höhere Öffnungsrate auch in höheren Klick- und Konversionsraten
niedergeschlagen?
7. Ziehen Sie die Konsequenzen aus den Analysen
Halten Sie genau fest, welche Folgerungen und konkreten Maßnahmen
Sie aus Ihren Tests ziehen. Das könnte zum Beispiel so aussehen:
"Wir müssen unsere Betreffzeile stärker handlungsorientiert gestalten.
Um die Wirksamkeit weiter zu testen, sollen die nächsten Newsletter
Varianten handlungsorientierter Betreffzeilen testen."
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Karsten Büttner
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Fon +49 (0)451-61129920
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