Wie Sie das Verhalten Ihrer Newsletter-Empfänger nutzen können
Das Verhalten Ihrer Newsletter-Empfänger, die
"digitale Körpersprache", lässt sich in eine übersichtliche Zahl
von möglichen Reaktionsmustern unterteilen. Eine differenzierte
Umgangsweise mit diesen verschiedenen Reaktionsmustern Ihrer Abonnenten
hilft, Ihren Verteiler effizienter zu gestalten. Erfahren Sie, welche
Möglichkeiten Sie haben, mit Rückläufern, Abmeldungen, Nicht-Öffnern,
und aktiven Lesern umzugehen.
Hard Bounces
Sogenannte Hard Bounces sind Rückläufer von nicht (mehr) existierende
E-Mailadressen. Bereinigen Sie diese nicht regelmäßig, verschwenden
Sie nicht nur unnötig Versandressourcen, sondern tragen dazu bei,
dass Ihr Absender bei den entsprechenden E-Mailprovidern einen schlechten
Ruf bekommt. Denn eine mangelhafte Datenpflege wird als potenzielles
Spamkriterium gewertet.
Die Problematik: Nicht alle Versandlösungen bieten wirklich zuverlässiges
Hard Bounce-Management an. So stellen wir bei Neukunden fest, dass
beim Erstversand mit einem zertifizierten System bis zu 30% Hard
Bounces auftreten. Das heißt, der bisherige Versand hat jedes Mal
Adressen "mitgeschleppt", die bereits nicht mehr erreichbar sind.
Werden die Hard Bounces nicht regelmäßig entfernt, kann das die
Zustellbarkeit Ihres Newsletters dauerhaft verschlechtern.
Außerdem bedeutet jede nicht mehr zustellbare E-Mail, dass Sie einen
Interessenten verloren haben.
Diese Möglichkeiten haben Sie
- Verhindern Sie Hard Bounces im Vorfeld: Richten Sie eine Möglichkeit
ein, dass der Empfänger selbstständig seine E-Mailadresse ändern
kann
- Entfernen Sie vor dem Versand alle Hard Bounces aus dem Verteiler.
- Lassen Sie mit einer zertifizierten Versandlösung Zustellung
und Zahl der Hard Bounces prüfen. Ist die Zahl der Hard Bounces
dort höher, ist Ihre Versandlösung möglicherweise nicht für einen
Massenversand geeignet.
- Wo möglich, legen Sie eine Regel fest, wie mit Hard Bounces
(automatisch) umgegangen wird: das kann z.B. beim Vorhandensein
einer postalischen Adresse das automatische Anschreiben per Brief
oder Postkarte beinhalten.
Soft Bounces
Kurzfristig verstopfte Postfächer (in der Urlaubszeit) oder Ausfälle
von Servern können bewirken, dass E-Mails nicht zugestellt werden
können.
Diese Möglichkeiten haben Sie
Zahl und Art der Postfächer beobachten, bei den Soft Bounces häufig
auftreten.
Filter
Massenmail-Filter auf Seiten der E-Mailprovider sorgen dafür,
dass weniger Spam im Postfach landet. Leider nimmt die Zahl der
nicht zugestellten legitimen Massenmails auch zu, weil ein entscheidendes
Zustellkriterium die IP-Nummer ist.
Diese Möglichkeiten haben Sie
Dauerhaft können Sie bereits mit Verteilern über 1.000
Mails fast nur noch mit professionellen Versandlösungen (Mietsysteme)
eine Zustellbarkeit sichern, die ein nachweisliches White Listing
beinhalten. Zu den Gründen für mangelhafte
Zustellbarkeit finden Sie hier mehr.
Abmeldungen
Abmeldungen und Hard Bounces bedeuten unter dem Strich, dass Sie
Interessenten und damit potenzielle Kunden verlieren. Die Gründe
dafür können sein:
- versehentliche Abmeldung
- Themen sind nicht mehr interessant
- zu viele Mails
Diese Möglichkeiten haben Sie
- Ermöglichen Sie im Falle von versehentlichen Abmeldungen eine
schnelle Wiederanmeldung
- Überprüfen Sie bei zu vielen Abmeldungen gegebenenfalls
auch Ihr Newsletter-Layout
- Erfragen Sie die Gründe der Abmeldung
- Überprüfen Sie die Inhalte Ihrer Newsletter
- Bieten Sie die Möglichkeit weniger Mails zu bekommen
Nicht-Öffner
Eine naheliegende Schlussfolgerung ist die: Nicht-Öffner sind
offenbar nicht mehr an Ihren Themen, Produkten oder Leistungen interessiert.
Aber sie melden sich offenbar nicht von Ihrem Newsletter ab. Die
Gründe dafür können sein:
1. Abmeldevorgang ist zu aufwändig (erfordert beispielsweise Eingabe
eines Passworts)
2. Aus Gründen der Gewöhnung oder Loyalität wird der Newsletter
nicht gekündigt
Doch sind Nicht-Öffner wirklich für das E-Mailmarketing uninteressant?
Es gibt Untersuchungen des Versand-Dienstleisters XQueue im Zusammenhang
mit einer Kampagne einer Volkshochschule. Diese Studie konnte belegen,
dass zum Beispiel die bloße Wahrnehmung der Mail im Vorschaufenster
telefonische Buchungen von Veranstaltungen zur Folge hatte.
Es ist also ein differenzierter Blick notwendig, um zu entscheiden,
ob die bloße Wahrnehmung des Newsletters im Vorschaufenster neben
einem Branding-Effekt auch Reaktionen in anderen Kanälen (Telefon,
Besuch Ladenlokal) auslösen kann.
Diese Möglichkeiten haben Sie
- Beobachten, ob der Newsletter in anderen Kanälen Reaktionen
auslöst
- Nicht-Öffner eines Mailings nach etwa 5 Werktagen nochmals anschreiben
- Messen, wie viele Empfänger über einen längeren Zeitraum gar
nicht (mehr) öffnen
- Falls postalische Adressen vorliegen, notorische Nicht-Öffner
per Brief/Postkarte anschreiben
Öffner
Öffnen ist im rein digitalen Marketing erste und notwendige Voraussetzung
für Klick und Konversion (Kauf). Öffnen zeigt ein gewisses Maß an
Interesse. (Natürlich gibt es hier Meßunsicherheiten, die wir jedoch
hier vernachlässigen können, da sie im Jahresvergleich eine gleichbleibende
Größe sind.) Öffner sind
Diese Möglichkeiten haben Sie
- Passenden Absender nutzen: Ist Ihr Name oder Ihr Firmenname
bekannter? Gegebenfalls nutzen Sie beide.
- Betreffzeile: Machen Sie mit Fragen, provozierenden Aussagen,
Nutzenargumenten, Glaubenssätzen neugierig
- Ändern Sie das Newsletter-Layout so, dass im Vorschaufenster
auch bei ausfallenden Bildern ausreichend nützlicher Inhalt zu
sehen ist.
- Testen, testen, testen
Nicht-Klicker
Wer einen Newsletter öffnet und auf keines der Angebote klickt,
ist möglicherweise nicht interessiert. Diese Ablehnung kann mit
dem aktuellen Angebot zusammenhängen, kann sich aber auch nur auf
den aktuellen Zeitpunkt beziehen. So kann der private Newsletter
beispielsweise am Arbeitsplatz abgefragt und später "vergessen"
werden.
Diese Möglichkeiten haben Sie
- Schicken Sie allen, die nicht geklickt haben, nach ca. 5 Werktagen
den Newsletter erneut.
- Testen Sie gegebenenfalls andere Überschriften, Texte und Handlungsaufforderungen,
um die Empfänger neugierig zu machen.
- Schicken Sie ein Mailing mit einem einzigen Angebot mit einem
Sonderpreis.
Klicker/Nicht-Käufer
Neugierig gemacht haben Sie diese Personen schon. Jetzt fehlt
eigentlich nur noch die abschließende "am meisten erwünschte Handlung",
also ein Kauf, ein Anruf, eine Buchung. Doch die bleibt aus. Nun
können Sie darauf kurz- und mittelfristig reagieren.
Diese Möglichkeiten haben Sie
- Kurzfristige Maßnahme: Schicken Sie Ihr Angebot zielgerichtet
an alle "Klicker/Nicht-Käufer" noch einmal mit einer Variation
(günstigerer Preis, zusätzliche kostenfreie Leistung, ähnliches
Produkt ...)
- Mittelfristige Maßnahme: Setzen Sie bestimmte Angebote strategisch
ein, können Sie beispielsweise als Reiseanbieter eine Zielgruppe
aus allen bilden, die sich in einer Reihe von Newslettern für
unterschiedliche "Toscana"-Angebote mit Ferienhäusern interessiert
haben. Sie können diese nun mit einem gezielten Angebot ansprechen.
Käufer/Besteller
Natürlich, Käufer sind uns die liebsten. Und die zufriedenen Kunden
noch viel lieber. Denn diese sind zugleich potenzielle Wiederholungs-Käufer.
Diese Möglichkeiten haben Sie
- Wenn Sie mit dem Bestellvorgang nicht ohnehin ein Cross- oder
Upsellingangebot verbunden haben, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt,
um Käufer zum Wiederkaufen zu animieren.
- Bedanken Sie sich mit einem Gutschein für den nächsten Einkauf.
Fazit
Alle hier beschriebenen Maßnahmen lassen sich mit professionellen,
aber vergleichsweise preiswerten Versandlösungen realisieren.
Lassen Sie sich von uns kostenlos beraten, welche Versandlösungen
für Sie in Frage kommen. Dafür benötigen wir von Ihnen
zunächst nur wenige
Rahmendaten für eine passende Versandlösung für Ihren
Newsletter
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