So gestalten Sie Preheader
Von Karsten Büttner
Preheader führen zumindest im deutschsprachigen Raum - und da
fassen wir uns an die eigene Nase - immer noch ein Mauerblümchen-Dasein.
Dabei bieten sie eine Reihe von Marketingmöglichkeiten. Preheader
sind Texte, die der eigentlichen Mail vorangestellt sind. Meistens
werden sie genutzt, um Hinweise wie diese zu geben: "Wenn Sie diesen
Newsletter nicht korrekt sehen, klicken Sie bitte zur Onlineansicht."
Wie Sie den Platz noch nutzen können und was Sie dabei beachten
sollten, erfahren Sie hier.
Gefühlte 95 Prozent der deutschsprachigen Newsletter nutzen ihren
Preheader ausschließlich dafür, mit einem Satz auf die Online-Version
hinzuweisen. Haben Sie einmal gemessen, wie viele Personen beziehungsweise
wie viel Prozent auf diesen Link klicken? Wenn die Klickrate dafür
weit unter einem Prozent liegt, spricht viel dafür, Preheader anderweitig
zu nutzen, beispielsweise einmal mit Handlungsaufforderung ("Call
to action") zu testen.
Möglichkeiten zur Preheader-Nutzung
- Link zur Online-Ansicht
- Persönliches White-Listing vorschlagen

- Newsletterverwaltung: empfehlen, abmelden


- Highlight(s) des Newsletters

- Link zu einer Mobile-Version
- Erinnerung, warum und mit welcher Adresse abonniert (Permission-Reminder)
Jenseits der allbekannten funktionalen Preheader gibt es also eine
ganze Reihe an weiteren Möglichkeiten, den Platz oberhalb der eigentlichen
Mail sinnvoll zu nutzen. So gering der Raum dort ist, so groß sind
dennoch die Gestaltungsoptionen.
Generelle Empfehlungen
Verhältnis Preheader und Betreffzeile
Der Preheader sollte die Betreffzeile unterstützen, sie aber
nie ersetzen. Preheader und Betreffzeile sollten vielmehr aufeinander
Bezug nehmen. Dieses ist allein schon deswegen wichtig, weil verschiedene
E-Mailclients in der Übersicht eine Mischung aus Betreffzeile und
Preheader ausgeben. So zeigt Gmail 100 Zeichen sowohl für den Preheader
als auch die Betreffzeile. Wenn Sie also eine lange Betreffzeile
einsetzen, dann werden beim Gmail-Nutzer die Preheadertexte entsprechend
verkürzt.
Ausrichtung des Preheader
Hat der Preheader Marketing-Funktion, sollte dieser oben auf der
linken Seite beginnen. Zwei Gründe gibt es für diese Gestaltung:
Wo die Leserichtung von links nach rechts geht, sollte auch das
Wichtigste eben dort beginnen. Zum anderen bietet die linksbündige
Ausrichtung den Vorteil, dass bei einem vertikalen Vorschaufenster
mehr Preheader-Text lesbar ist als in der (traditionellen) Zentrierung
des Textes.
Preheader mit rein funktionaler Aufgabe (Online-Ansicht, Abmelden,
Empfehlen) können dagegen rechts oben stehen.
Grafische Gestaltung eines Preheader
Ein Preheader hat in der Regel eine kleinere Schriftgröße als der
Haupttext. Eine 8-Punkt-Schrift ist allerdings das Mindestmaß, um
eine Lesbarkeit zu gewährleisten.
Preheader-Links sollten (klassisch) unterstrichen sein, um die Anklickbarkeit
zu unterstreichen
Ein Preheader kann dynamische Inhalte enthalten
Der Hinweis, warum Sie einen Newsletter bekommen oder dass eine
Webversion erhältlich ist, ist nach spätestens einer Handvoll Newsletter
eines Absenders gelernt. Und eigentlich könnte man dann den Platz
für sinnvollere Dinge nutzen, argumentiert Mark
Brownlow. Das heißt: Neu-Abonnenten könnten eine andere Botschaft
als Alt-Abonnenten bekommen. Das kann sogar so weit gehen, dass
einzelne Funktionen, wie zum Beispiel das persönliche White Listing,
dynamisch ausgerichtet werden könnten. Wer eine Yahoo-Adresse hat
bekommt dann eine andere Beschreibung für das Whitelisting als ein
Web.de oder Gmail-Besitzer. Das jedenfalls ist der Vorschlag eines
Marketers, den der "Email
Yogi" zitiert.
Fazit
Selbst in wenigen Zeilen kann viel "Kleinkunst" stecken. Preheader
lassen sich vielfältiger einsetzen als es zurzeit mit der rein funktionalen
Nutzung für die Online-Version geschieht.
der-newsletter-experte.de
Karsten Büttner
Rostockstr. 2
23564 Lübeck
Fon +49 (0)451-61129920
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