"Wir haben doch Outlook" - Newsletter versenden und vergessen
Von Karsten Büttner
Immer wieder führe ich Gespräche mit Unternehmen, die ihre Newsletter
mit Outlook oder anderen vorhandenen E-Mail-Ressourcen versenden.
Der Grund ist häufig, dass sie der Auffassung sind, eine professionelle
Versandlösung lohne sich nicht für sie. Ich habe ein paar Argumente
gesammelt, warum auch für einen Versand an 1000 oder weniger Adressen
eine professionelle Lösung lohnt.
Zustellung
Rein technisch betrachtet können Sie Ihren Newsletter mit Outlook
oder einem anderen kostenfreien E-Mail-Werkzeug versenden. Allerdings
gibt es hier erhebliche Einschränkungen und Unsicherheiten:
- Oft müssen Sie Ihren Newsletter in kleinen Paketen von unter
100 Mails versenden, um die Limitierungen Ihres Providers zu umgehen
- Versenden Sie mit anderen Systemen, die einen größeren Versand
technisch ermöglichen, wissen Sie nicht, ob die versandten Massenmails
von den einzelnen E-Mail-Providern akzeptiert werden. Denn als
Selbstschutz vor Spam haben Provider Sicherheiten in ihren Systemen.
Ein Filtersystem davon, sorgt dafür, dass Massenmails von unbekannten
IP-Nummern zurückgewiesen werden.
- Um eine Zustellung zu gewährleisten, müssten sich die versendenden
Unternehmen bei jedem E-Mail-Provider auf die "Weiße Liste" setzen
lassen. Das ist weder organisatorisch von kleinen Unternehmen
zu leisten, noch akzeptieren große E-Mail-Provider Anträge von
vergleichsweise kleinen Firmen. Das heißt: mit einer "Inhouse"-Lösung
laufen Sie Gefahr, dass schon heute rund 20 Prozent Ihrer versandten
E-Mails ihre Empfänger nicht erreichen. Und die Tendenz ist steigend.
- Außerdem erfahren Sie auch nicht, ob die Rückläufer nicht zum
Teil "Pseudo-Bounces" sind. Das heißt, Rückweisungen von E-Mail-Providern,
die diese Technik verwenden, um Spam-Mails zu filtern. Ein professionelles
System versucht die Zustellung einer Mail mehrfach. Diese Möglichkeit
haben Sie mit Outlook nur manuell.
Kurz: Rausschicken ist einfach, garantiert beim Empfänger abliefern
ist mit Outlook und ähnlichen Mailprogrammen nicht gewährleistet.
Personalisierung
Eine Personalisierung des Newsletters aus Outlook heraus ist nicht
möglich. Damit vergeben Sie eine wichtige Möglichkeit, mit der persönlichen
Ansprache Ihrer Empfänger Klick- und Konversionsraten zu steigern.
Gestaltung
Verschicken Sie nicht nur einen reinen Text-Newsletter, sondern
gestaltete HTML-Newsletter mit Outlook, ist die Erstellung aufwändig
und häufig inkonsistent. Zudem ist bei Outlook nicht gewährleistet,
dass Ihr Newsletter in den unterschiedlichen Mailsystemen auch nur
einigermaßen ähnlich ankommt. Das heißt, der Anspruch auf Professionalität
geht verloren.
Erfolgsmessung
Wenn Sie mit Outlook versenden, haben Sie wenig Möglichkeit, Erfolge
zu messen. Sicher, Sie können nachvollziehen, dass der Verkauf von
Produkten eventuell nach dem Erhalt Ihres Newsletters gestiegen
ist. Doch jenseits dieses Zusammenhangs erfahren Sie nichts über
Ihre Leser.
Wie viele Mails nicht zugestellt werden konnten, müssen Sie mühsam
auszählen. Dabei können Sie nicht sicher sein, wie viele Mails über
die bekannte Zahl der Bounces hinaus nicht zugestellt werden konnte.
Sie erfahren nichts über Klickraten einzelner Artikel. Damit wissen
Sie nichts über die konkreten Interessen Ihrer Empfänger und können
entsprechend Ihre künftigen Newsletter auch nicht optimieren.
Zeit
Die manuelle An- und Abmeldung zu einem Newsletter ist sehr aufwändig.
Auch wenn Sie die Adressen regelbasiert in einem Outlook-Ordner
sammeln, müssen Sie vor und nach jedem Versand die Adressen abgleichen.
Die Fehlerquote bei der manuellen Bearbeitung steigt, je mehr Abonnenten
Sie in Ihrer Liste haben. Doch eine Beschwerde über eine nicht durchgeführte
Abmeldung kann ausreichen, Ihnen viel Ärger zu bereiten. Im besten
Fall ist es nur Zeitaufwand.
Nachweis und Dokumentationsmöglichkeit
Wenn Sie Newsletter versenden, müssen Sie den Nachweis führen können,
dass sich die Empfänger wirklich für Ihren Newsletter angemeldet
haben. Wie können Sie das unaufwändig mit Outlook bewerkstelligen?
Wenn Sie Beschwerden von Adressaten erhalten oder sich Personen
von Ihrer Liste austragen lassen, sollten diese zu Dokumentationszwecken
auf einer Abmeldeliste gesammelt werden. Auch dieses ist mit Outlook
äußerst unkomfortabel. Wenn Outlook nicht auf einem Server gespeichert
ist, sondern von einem Einzelrechner versandt wird, ist die Übernahme
historischer Daten bei einem Rechner- oder Systemwechsel umständlich,
aufwändig und voller Unwägbarkeiten.
Kosten
Die einmaligen Lizenzkosten für eine Versandlösung im Mittelfeld
- die für Outlook-Versender allemal ausreicht - sind in der Regel
über das Jahr geringer als der Personalaufwand für die Erstellung,
Versendung und Verwaltung von Newslettern mit Outlook.
Fazit
Ein Versand mit Outlook oder anderen Mailsystemen ist zeitaufwändig,
die Zustellung ist nicht immer gewährleistet und eine Erfolgskontrolle
so gut wie gar nicht möglich. Darüber hinaus verzichten Unternehmen
auf viele Direktmarketingmöglichkeiten, die für äußerst geringe
Kosten erhältlich sind.
Angebot
Wir erörtern unverbindlich, wie Ihr E-Mailmarketing zurzeit aussieht
und wie es optimiert werden kann.
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der-newsletter-experte.de
Karsten Büttner
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