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Gefährdet Outlook 2007 Ihre E-Mailkampagnen wirklich?

Von Karsten Büttner

Das wissen Sie: die Herausforderung von E-Mailmarketern besteht heute darin, die E-Mails zum Empfänger zu bekommen. Und darüber hinaus soll die E-Mail natürlich auch noch möglichst so aussehen, wie sie der Absender erdacht hat. Mit Outlook 2007 haben Sie damit allerdings ein paar Probleme.

Gerade durften sich E-Mailmarketer noch über eine vergleichsweise erfreuliche Entwicklung im vergangenen Jahr 2006 freuen. Fast alle Response-Indikatoren wie zum Beispiel Klickraten haben sich laut eines Untersuchung von emarsys im Vergleich zu 2005 verbessert oder sind zumindest nicht schlechter geworden. Mehr Ergebnisse finden Sie hier.

Mit Outlook 2007 hat die E-Mailbranche eine neue Herausforderung. Denn mit der neuen Version des führenden E-Mail-Clients wird es schwieriger, aufwändig gestaltete HTML-Newsletter ins Postfach des Empfängers zu bekommen.

Da geschätzte 75 % der geschäftlichen E-Mails in Outlook geöffnet werden, kann das Problem als durchaus relevant angesehen werden.

Was ist überhaupt los?

Bis zur Version Outlook 2003 wurde HTML mit der Technik vom Internet Explorer interpretiert. Nun aber nutzt Outlook 2007 stattdessen Word als Hintergrundwerkzeug, um Mails im Client lesbar zu machen.

Wo gibt es Probleme?

Die wichtigsten Elemente, die nicht mehr dargestellt werden:

  • Hintergrundbilder
  • animierte GIFs
  • Flash und andere Plug-Ins
  • ALT-Tags
  • Formulare

Begründet werden die Änderungen mit einer verbesserten Sicherheit für die E-Mail-Empfänger. Für die meisten Änderungen ist das Argument von Microsoft nicht wirklich stichhaltig.

Dass animierte GIFs nicht mehr dargestellt werden, ist durchaus zu verschmerzen. Vermissen werden einige wenige Newsletter-Betreiber die integrierte Flash-Darstellung. Aus Nutzersicht ist jedoch eine stumme und nicht animierte E-Mail in den meisten Fällen wünschenswerter. Stattdessen kann ein Link zur Flashdarstellung nicht nur eine Wahlmöglichkeit eröffnen, sondern der Marketer kann am konkreten Klickverhalten ermessen, wie stark der Empfänger engagiert ist.

Keine Formulare

Nicht mehr unterstützt wird die Einbindung von Formularen. Dieser Verlust wird einige Vermarkter schmerzen, die mit weitgehend vorausgefüllten Formularen höhere Bestellraten erzielen wollten. Allerdings lässt sich auch für dieses Problem eine akzeptable Lösung finden.

Keine Ersatz-Texte in ALT-Tags

Ärgerlich ist jedoch, dass Outlook 2007 keine ALT-Tags mehr unterstützt. War es schon ein ziemlicher Einschnitt, dass Bilder in Outlook 2003 nicht mehr standardmäßig angezeigt wurden, so konnte ein Ersatztext zumindest auf das anzuzeigende Bild verweisen. Diese Möglichkeit gibt es künftig in Outlook 2007 nicht mehr.

Schlanker werden

Einige Grafiker beklagen, dass das Design vom "modernen" Gestalten wieder zum alten tabellenbasierten Webdesign zurückgeht. Natürlich ist es ärgerlich, dass mit dem Wegfall der Unterstützung von 23 CSS-Eigenschaften einige Darstellungen weniger komfortabel umgesetzt werden müssen.

Aber erstens war Newsletter-Design schon immer anders als Website-Gestaltung. Zweitens gelten die Einschränkungen, die jetzt durch Outlook 2007 entstehen, zumeist schon für andere E-Mail-Clients wie Eudora oder Lotus Notes. Wer marketingorientiert auf gute Darstellung bei möglichst viele Leser ausgerichtet ist, hat das Newsletter-Design ohnehin auf einige wenige smarte Funktionen reduziert.

Die Änderungen in Outlook 2007 haben zwar Folgen für die künftige Gestaltung von Newslettern. Für E-Mailmarketer sind diese Veränderungen unter dem Strich jedoch weniger dramatisch als die durch Outlook 2003 erfolgte Unterdrückung der Bildanzeige beim Öffnen des Newsletters.

Allerdings sollte Ihr Newsletter-Grafiker Formatierungen in Ihrem aktuellen Newsletter überprüfen. Ein durch und duch empfehlenswerter, praktischer 29-seitiger Leitfaden von Inxmail kann dabei helfen. Detaillierte Hintergrundinformationen über die Änderungen und mögliche Hilfskonstruktionen sind ein Muss für professionelle Newslettergestalter.

Sie erhalten den Leitfaden kostenlos, indem Sie eine E-Mail schicken an: lemke@inxmail.de

 


Im April 2007 im Data Becker-Verlag erschienen: "E-Mail- & Newslettermarketing" von Karsten Büttner.

Newsletter, Mailingliste, Lead-Management mit Follow-Ups, Newsletter-Anzeigen, Standalone-Mails - das sind die Themen des etwa 350 Seiten starken Handbuches, das gleichermaßen für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet ist.

Das Buch richtet sich vornehmlich an kleine und mittelständische Betriebe.

Mehr Informationen

 


der-newsletter-experte.de
Karsten Büttner
Rostockstr. 2
23564 Lübeck
Fon +49 (0)451-61129920
Fax +49 (0)451-61129930
mailto:karsten.buettner@der-newsletter-experte.de

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