So erhöhen Sie den Response Ihrer Websitebesucher:
Mehr Anmeldungen, weniger Abmeldungen
Von Karsten Büttner
Zwei wesentliche Ansatzpunkte gibt es, den Response Ihrer Websitebesucher
zu erhöhen, indem Sie mit den vorhandenen Besuchern und Newsletter-Abonnenten
arbeiten. Zunächst sollten Sie den Status Quo messen und dann die
quantitativen Ziele festlegen:
1. Umwandlungsrate von Webbesucher zu Newsletter-Abonnenten
2. Abo-Abbruchrate
Die Messkriterien sind gleichermaßen Ansatzpunkte, um den gewünschten
Response zu optimieren.
So erzielen Sie bessere Umwandlungsraten von Webbesucher zu Newsletter-Abonnenten
1. Schritt: Durchschnittliche Anmelderate ermitteln
Wenn Ihre Versandlösung selbst keine Zahlen bereithält, aus wie
vielen Besuchern wie viele Abonnenten geworden sind, müssen Sie
einen kleinen Umweg gehen. Nutzen Sie Ihre Webstatistik und erfassen
Sie für die letzten sechs oder zwölf Monate die Zahl Ihrer Websitebesucher.
Nun gehen Sie in die Statistik Ihrer Newsletter-Versandlösung und
stellen fest, wie viele Abonnenten Sie in den jeweiligen Monaten
bekommen haben. Ein Beispiel:
|
Besucher |
Neue
Newsletter-
Abonnenten |
Anmelderate
in Prozent |
| Juli |
25.645
|
245
|
0,96
|
| August
|
25.812
|
230
|
0,89
|
| September
|
26.214
|
225
|
0,85
|
| Oktober
|
26.560
|
260
|
1,02
|
| November
|
26.920
|
280
|
1,04
|
| Durchschnitt
|
|
|
0,95
|
In unserem Beispiel beträgt die durchschnittliche Anmelderate (über
fünf Monate) 0,95 Prozent.
2. Schritt: Legen Sie die Testkriterien fest
Um herauszufinden, wie Sie Ihre Anmelderate verbessern können, sollten
Sie - wenn Sie keinen professionellen Multivarianten-Test einsetzen
- mittels A/B-Split-Test immer nur ein Kriterium testen.
Die Anmelderate kann von einer ganzen Reihe von Kriterien beeinflusst
werden. Die allerwichtigsten sind:
- Anmeldeformular (nur auf einer Seite - auf allen Seiten vorhanden)
- Position des Anmeldeformulars
- Farbliche Gestaltung
- Zahl der auszufüllenden Felder
- Nutzendarstellung
- Archiv/Beispiel-Newsletter
- Hinweis auf Adressverwendung
- Hinweis auf Kostenfreiheit
3. Schritt
Führen Sie die entsprechenden A/B-Split-Tests durch, indem Sie immer
nur zwei Varianten eines Kriteriums gegeneinander testen:
- Verschieben Sie das Formular von links nach rechts (oder umgekehrt)
- Sorgen Sie dafür, dass das Formular im sofort sichtbaren Bildschirm
(nicht erst durch Herunterrollen) zu sehen ist
- Verringern Sie die Zahl der auszufüllenden Felder auf ein Minimum
- Testen Sie verschiedene Nutzenargumente
- Geben Sie Einblick in einen aktuellen Newsletter oder bieten
Sie einen Link zum Archiv
- Überprüfen Sie Ihre Bedingungen für die Anmeldung zu Ihrem
Newsletter
- Testen Sie verschiedene Hinweise auf Kostenfreiheit. Testen
Sie in diesem Zusammenhang auch Incentives zur Steigerung der
Abonnentenzahl
Testen und messen
Wo immer es vernünftig ist - zum Beispiel bei der Verwendung von
Incentives - fügen Sie dem Newsletterabonnenten ein Wiedererkennungsmerkmal
zu. Damit können Sie später zum Beispiel das Verhalten von "normalen"
Abonnenten mit denen, die ein Incentive erhalten haben, vergleichen.
Eine Hypothese könnte lauten: wer ein Incentive erhalten hat, ist
gegenüber dem Newsletter-Anbieter positiver gestimmt als jemand
ohne. Eine Gegenthese könnte lauten: Incentives sind Bestechungen.
Die so gewonnenen Abonnenten sind schlechtere Kunden, weil sie nur
am Incentive interessiert waren.
So verringern Sie Ihre Abbruchrate bei den Anmeldungen
Wenn Sie doppeltes Opt-In verwenden, werden Sie feststellen, dass
Ihre Newsletter-Versandlösung mehr Anfragen ("Aktivieren Sie Ihren
Newsletter XY") versendet hat, als es tatsächlich Anmeldungen gibt.
Je größer die Diskrepanz zwischen Anfragen und Anmeldungen, desto
wahrscheinlicher ist es, dass Sie tatsächlich potenzielle Abonnenten
auf dem Weg zum Abschluss verloren haben.
Ist der Unterschied zwischen Anfragen und Anmeldungen gering, mögen
Fehleintragungen der Grund sein. Diesen Bereich können Sie vernachlässigen.
Mögliche Fehlerquellen sind
- Transaktionsseiten
- Transaktionsmails
Auch wenn doppeltes Opt-In aus Sicht der Online-Marketer gängige
Praxis ist, muss das nicht für die Nutzer gelten.
- Gestalten Sie den Anmeldeprozess so einfach wie möglich. Testen
Sie daher verschiedene Varianten von Transaktionsseiten: Erklären
Sie haarklein, was die einzelnen Schritte bis zum Abonnement sind.
- Geben Sie auf der "Bitte-bestätigen-Sie-Seite" zu bedenken,
dass Ihre Mail eventuell auch im Spamordner landen kann
- Bitten Sie gleichzeitig darum, in der persönlichen White List
aufgenommen zu werden
- Überprüfen Sie Ihre Anfrage auf Bestätigung des Abonnements
auf spamverdächtige Inhalte
- Gehen Sie sicher, dass Ihre Bestätigungsanfrage ein vollständiges
Impressum aufweist. Dieses wird von einigen Providern als ein
Kriterium für seriöse E-Mails genutzt
- Erklären Sie so kurz wie möglich, um was es bei Ihrem Newsletter
geht
- Loben Sie eine Belohnung (Incentive) aus, die erst mit dem
vollständigen Abschluss des Abonnements erhältlich ist
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Im April 2007 im Data Becker-Verlag erschienen:
"E-Mail- & Newslettermarketing" von Karsten
Büttner.
Newsletter, Mailingliste, Lead-Management
mit Follow-Ups, Newsletter-Anzeigen, Standalone-Mails - das
sind die Themen des 300 Seiten starken Handbuches, das gleichermaßen
für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet ist.
Das Buch richtet sich vornehmlich an kleine
und mittelständische Betriebe.
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der-newsletter-experte.de
Karsten Büttner
Rostockstr. 2
23564 Lübeck
Fon +49 (0)451-61129920
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