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So können Sie den Erfolg Ihres Newsletters schon heute sehen: Eye-Tracking-Simulation

Von Karsten Büttner

Hinterher ist man immer schlauer. Doch Hätte und Wäre sind keine guten Ratgeber im Marketing. Da kommt es einer Verheißung gleich, dass es möglich ist, mit geringem Aufwand die visuelle Aufmerksamkeitswirkung von Webseiten oder Newslettern vorauszusagen.

Was sich nach einem Blick in die Glaskugel anhört, ist in Wirklichkeit die Vorhersage durch ein neurowissenschaftliches Computermodell, das die Osnabrücker Firma White Matter Labs entwickelt hat. Gewonnen wurden die Daten durch die Erfassung des Blickverhaltens von hunderten von Probanden. Die abertausend grafischen Stimuli wurden mit den neuesten Erkenntnissen neurowissenschaftlicher Aufmerksamkeitsforschung zusammengebracht.

Schließlich werden etwa 50 entscheidende statistische Eigenschaften von Bildern wie Farbkontraste, Kontur- oder Textur-Eigenschaften erfasst. Über bestimmte Algorithmen werden nun die Eigenschaften ermittelt, die einen Probanden angezogen haben. Aus den ermittelten Gewichtungen werden "Aufmerksamkeitssignaturen" gebildet, die für gewisse Blickeigenschaften stehen. Hieraus wird schließlich das Modell geformt, mit dem sekundenschnell eine Website oder ein Newsletter erfasst und deren Aufmerksamkeitswirkung mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden kann.

Ein evolutionsbedingter allgemeiner Mechanismus sorgt offenbar dafür, dass unsere Aufmerksamkeit durch bestimmte visuelle Reize stärker als durch andere erregt wird. So wie die Farbe Rot einen Warnreflex auslöst, so rufen andere Farben, Formen und Bilder recht klar zu definierende Reaktionen im Gehirn hervor. Das jedenfalls meinen Neuro-Wissenschaftler aus tausenden von Eye-Tracking-Studien im Abgleich mit Computermodellen erkannt zu haben.

Was sonst nur durch aufwändige Tests durch Blickverhaltens-Studien (Eye-Tracking) gewonnen werden konnte, ist nun mit einem probabilistischem Computermodell nachgebildet worden. Ausdrücklich geht es bei dieser Art der Analyse nur um die visuellen Eigenschaften. Die semantische Ebene, also die Inhalte, bleibt in der Analyse zunächst außen vor.

Dennoch liefert die Analyse jenseits der Inhalte wertvolle Hinweise, welchen Einfluss grafische Gestaltung auf den wirtschaftlichen Erfolg haben kann. Schließlich werden zeitlich vor der Wahrnehmung von semantischen Inhalten im Gehirn Farben und Formen wahrgenommen.

Mehr erfahren Sie White Matter Labs

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23564 Lübeck
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