Wissen und Lösungen für Newsletterbetreiber

Warum billiger Newsletterversand ganz schön teuer sein kann

Warum soll mensch für eine Newsletterversandlösung 500 Euro und mehr für Lizenzgebühren und dazu noch monatliche Kosten in Kauf nehmen, wenn es doch schon Versandlösungen für unter 50 Euro gibt?

Die Antwort: Die preiswerten Lösungen (Skripte, Desktoplösungen, Software) können schon heute 15 - 30 Prozent der legitimen E-Mails nicht an ihre Empfänger ausliefern.

Die Gründe für schlechtere Zustellbarkeit
Warum die preiswerten Lösungen schlechter zustellen, hat viele Gründe. Die wichtigsten zwei sind:

1. Billig-Lösungen haben keine "Durchlass"-Verträge mit den Postzustellern (GMX, t-online, AOL etc.). Das heißt: Wer keinen "Durchlass-Vertrag" hat, läuft Gefahr bei Massenmails gefiltert zu werden.

Ein entscheidendes Kriterium ist die IP-Adresse. Ist die IP-Adresse nicht per "Durchlass"-Vertrag (White Listing) bekannt,passiert es immer öfter, dass Massenmails ins Daten-Nirvanabefördert werden. Der Versender erhält darüber aber keineNachricht.

Wen betrifft diese Problematik? Alle, die mit einem Desktop-Programm oder auch von Ihrem Server aus an Endverbraucher versenden, laufen Gefahr, dass Ihre Massenmails zumindest teilweise ihre Empfänger nicht erreichen.

Ein persönliches White Listing bei den Providern ist kleinen Versendern aber nicht möglich.

2. Provider blockieren auch diejenigen, von denen Massen-E-Mails mit zu vielen Rückläufern geschickt werden. Denn eine hohe Zahl von Rückläufern (Bounces) sind für Provider ein Indiz für Spam.

Wen betrifft diese Problematik?

  • Versandlösungen, die keine ordentliche Rückläufer-Verwaltung (neudeutsch: Bounce-Management) haben.
  • Nur professionelle Versandlösungen, die entweder das Siegel der Certified Senders Alliance haben oder nachweislich White Listing bei den Postzustellern betreiben, können mittelfristig den Erfolg von Newslettern sichern.

Sind preiswertere Versandlösungen wirklich ihren Preis wert?
Rechnen Sie einmal:

Ihr Verteiler:
5.000 Mails
20 Prozent nicht zugestellt
- 1.000 Mails
Es werden zugestellt
= 4.000 Mails

Das heißt auch, dass Sie weniger Käufer haben werden:
1.000 Abonnenten * 0,3 % Käufer = 3 Käufer
3 Käufer * 60 EUR Umsatz = 180 EUR

Damit nicht genug. Im Grunde müssen Sie die für die entgehenden Zustellungen Ausgleichsmaßnahmen ergreifen. Die Mindest-Kosten für die Neugewinnung von 1.000 Abonnenten betragen: 1.000 * 0,30 EUR = 300 EUR (Und das ist noch schön-gerechnet.)

Warum? Der Vorteil eines E-Mailverteilers ist, dass Sie die Interessenten und Kunden zu einem Bruchteil der Kosten anschreiben können, die die Neugewinnung von Käufern kostet.

Das heißt, Sie verlieren pro Monat allein durch eine vordergründig preiswertere Anschaffung bei einem Verteiler von nur 5.000 Adressaten schon mindestens 480 Euro!

Dazu können noch kommen

Mehr-Aufwand beim Versenden in "kleinen" Paketen 1 Stunde
Mehr-Aufwand beim Verwalten von Rückläufern, Abmeldungen 1 Stunde

Das heißt, die vermeintlich gesparten Versandkosten können unter dem Strich in meßbaren Verlusten resultieren. Sicher, eine professionelle Versandlösung kostet vordergründig mehr als die einmaligen Kosten für Software.

Doch neben der besseren Zustellbarkeit sorgen schon simple Funktionen wie A/B-Splittests, Re-Sent oder verhaltensbasierten Mailings dafür, dass sich die Mehrkosten unter dem Strich rechnen.

Testen Sie's aus.

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