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Die Guten ins Töpfchen: wie Gmail sortiert

Seit Mai 2013 hat Gmail seinen Posteingang in fünf feste E-Mailfächer eingeteilt. Hierin sollen eingehende E-Mails automatisch vorsortiert werden. Welche Auswirkungen hat das für E-Mailmarketer?

Inbox-Sortierungen sind seit 2009 in der E-Mailszene ein gängiges Mittel, um für den Nutzer annehmliche Rahmenbedingungen für den Erhalt und die Verarbeitung von E-Mails zu schaffen. Seit Mai 2013 hat Gmail nun sein Priorisierungskonzept neu geordnet. An die Stelle der Priority-Box treten nun fünf fest definierte Fächer, in die nun die Mails automatisch sortiert werden.

Ablage

Mit den Kategorien “Allgemein”, “Soziale Netzwerke”, “Werbung”, “Benachrichtigungen” und “Foren” wird deutlich, dass werbliche Mailings und Newsletter künftig in einem eigenen Fach landen. Das heißt, tendenziell wird den werblichen Mails Aufmerksamkeit entzogen.

Bislang gibt es noch nicht viele Erfahrungen mit den Auswirkungen dieser Funktion. Der US-amerikanische E-Mailversender Mailchimp berichtete beispielsweise, dass nach Einführung der neuen Oberfläche die Zahl der geöffneten Gmails über einen Zeitraum von drei Wochen 12% geringer als vorher war. Der IT-Publizist Heise berichtet zudem von nicht befriedigenden Vorsortierungen.

Welche Bedeutung hat Gmail im deutschsprachigen Markt?

Im Desktop-Bereich ist die 1&1-Gruppe mit GMX und Web.de immer noch mit rund 44% Marktanteil die Nummer Eins unter den Freemailern. Doch Gmail holt auf, da das E-Mailsystem im Android integriert ist. Und damit dürfte Gmail zumindest im Smartphone-Markt die Nase vorn haben.

Nun mag man bei E-Maildienstleistern diesen Zustand nicht als dramatisch beschreiben. Denn längst ist man an stete Veränderungen der Zustellbarkeits-Bedingungen gewöhnt. Dennoch stellt sich für E-Mailmarketer die Frage, wie künftig mit der automatischen Vorsortierung der E-Mails in der Praxis umzugehen ist, um eine hohe Sichtbarkeit zu gewährleisten.

Was tun?

Immerhin: die gute Nachricht ist, dass der automatische Filter lernen kann. Wer Mails von bestimmten Absendern per drag & drop einer anderen Kategorie zuweist, erhält sie künftig in eben dieses E-Mailfach.

Doch was können Sie als E-Mailmarketer proaktiv tun?

1. Wenn Sie viele Gmail-Adressaten haben, können Sie mit einem dynamischen Preheader ausschließlich für Gmail-Adressaten arbeiten, in dem Sie den Leser auf die Möglichkeit hinweisen, Ihre Mail in einen Ordner erster Priorität zu verschieben.

2. Bereits beim Anmeldeprozess können Sie mit – ebenfalls – dynamischen Inhalten dem Gmail-Nutzer nahelegen, wohin Ihre Mailings und Newsletter künftig einsortiert werden sollten.

3. Die Hardcore-Variante: Zeigen Sie Ihren Gmail-Lesern, wo sie die neue Ordner-Struktur abschalten und zur alten Priority-Inbox zurückkehren können. Ob dieses eine dauerhafte Lösung ist, darf jedoch bezweifelt werden.

Fazit

Es ist alles nicht so schlimm, wie die ersten Zahlen befürchten lassen. Die spezielle Kommunikation in Bezug auf Inboxes wird einfach nur ein weiterer Punkt sein, den Sie als E-Mailmarketer bei Ihren Kampagnen beachten sollten.

Infos zum Autor

Autor: Karsten BüttnerKarsten Büttner betreibt seit 2001 E-Mailmarketing. Seit 2006 legte er mit der-newsletter-experte.de seinen Schwerpunkt auf hersteller-unabhängige Beratung, den Vertrieb von Versandlösungen sowie Dienstleistungen wie Redaktion, Newsletteroptimierung oder Inhouse-Seminaren. Seitdem erschienen Fachbeiträge u.a. in Torsten Schwarz’ Leitfaden Online-Marketing, Webselling (Data Becker-Verlag), sowie in diversen Newslettern. Ein eigenes Fachbuch “E-Mail- und Newslettermarketing” erschien 2007 (vergriffen).